Pressemitteilung Vorankündigung






Pressemitteilung – Wassernotruf

Pressemitteilung Sperrfrist bis 31. Juli 2026, 16:00 Uhr

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Berlin, 28. Juli 2026

Deutschlands Boden trocknet aus, Konzerne pumpen weiter: Guter Grund ruft zum „Wassernotruf“ in Supermärkten auf

Nach dem zweitwärmsten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen und einem neuen Temperaturrekord von 41,7 °C in Brandenburg ruft die Bewegung Guter Grund zum „Wassernotruf“ auf. Am Freitag, 31. Juli 2026 starten friedliche Aktionen in Berliner Supermärkten. Bürger:innen machen die ungerechte Wasserverteilung im Alltag sichtbar – während die Bevölkerung zum Sparen aufgefordert wird, entnehmen Konzerne wie RedBull, Aldi und Adelholzener Millionen Kubikmeter Grundwasser nahezu kostenfrei.


Hitzewelle, Trockenheit, Wasserkrise

Der Juli bringt die nächste Hitzephase: Bis zu 40 °C werden im Südwesten berechnet, ein massiver Heat Dome zieht über Mitteleuropa. Der Deutsche Wetterdienst warnt: Bis auf Weiteres ist kein Regen in Sicht, die Waldbrandgefahr bleibt erhöht. In Brandenburg gilt in 13 von 14 Landkreisen die höchste Gefahrenstufe. Im Frühjahr 2026 fielen bundesweit nur rund 70 % des üblichen Niederschlags.

In genau dieser Lage entnehmen Unternehmen wie RedBull, Aldi und Adelholzener Millionen Kubikmeter Grundwasser – gebührenfrei oder nahezu kostenfrei.

Die Konzerne: Wer wo pumpt

RedBull hat in Brandenburg Anspruch auf 2,35 Millionen m³ Wasser bis 2048. Grundlage dafür ist ein Gutachten aus dem Jahr 2006.
Aldi / Altmühltaler entnimmt in Treuchtlingen (Bayern) jährlich 250.000 m³ Tiefengrundwasser nahezu kostenfrei.
Adelholzener plant in Bergen (Bayern) die Verlängerung der Entnahmerechte um 20 Jahre – 1,59 Millionen m³ jährlich, bislang ohne Centzahlung.

„Wenn ein anderes Land hier einfallen, unser Wasser verschmutzen und wegnehmen würde, würden wir Krieg führen. Aber die Industrie darf das.“

– Paula Jean

„Wir holen uns das Wasser zurück – für alle, nicht für die Konzerne.“

– Sprecherin von Guter Grund

Am 31. Juli gehen Bürger:innen in Berliner Supermärkte und gestalten die Wasserregale um – sichtbar und auffällig. Die friedliche, aber konsequente Aktion macht auf die Wasserknappheit und die ungerechte Verteilung von Wasser aufmerksam. Parallel dazu arbeitet Guter Grund an Organizing-Kampagnen mit Betroffenen von Wasserkrisen, unter anderem in Baruth gegen Red Bull und in Treuchtlingen.

Die Aktionen werden am 1. August mit weiteren Aktionen in Berliner Supermärkten fortgesetzt. Ab dem 18. August werden weitere Städte einbezogen.


Anliegen

1. Bürger:innen vor Unternehmen bei der Wassernutzung in Trockenphasen
2. Faire Bepreisung für industrielle Wasserentnahme – kein Geschäftsmodell für Großkonzerne
3. Offenlegung der Verträge: Wir müssen wissen, wie unser Wasser gehandelt wird
4. Genehmigungen nur mit aktuellen und unabhängigen Gutachten

Zeitplan

Fr, 31. Juli 2026 Aktionen in Berliner Supermärkten
Sa, 1. August 2026 Aktionen in Berliner Supermärkten
18.–20. August 2026 Ausweitung auf weitere Städte


Über Guter Grund

Guter Grund ist eine bundesweit aktive Bewegung an der Schnittstelle von planetaren Grenzen, Wasser und Landwirtschaft. Gemeinsam mit lokalen Bürgerinitiativen und engagierten Menschen setzt sich Guter Grund mit gezielten Organizing-Kampagnen für gerechte Wasserverteilung und den Schutz natürlicher Ressourcen ein. Mit innovativen, friedlichen und kreativen Protestformen stärkt Guter Grund den gesellschaftlichen Widerstand gegen Wasserdiebstahl.

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