Veröffentlicht am: 20. August 2026
Quelle: die tageszeitung (taz.de)
Autor: Timm Kühn
Titel des Originals: „Klimaprotest in der Hitzewelle: Im Supermarkt gegen die Klimakrise“
Zusammenfassung
Während der gesamte Sommer unter extremer Hitze, Dürre und Niedrigwasser leidet, bleiben massive Straßenproteste bisher aus. Doch die Klimabewegung ist keineswegs untätig. Wie die taz berichtet, fokussieren sich neue Initiativen wie Guter Grund auf gezielte Aktionen im Alltag – insbesondere in Supermärkten – um auf den „Wasserdiebstahl“ durch Konzerne hinzuweisen. Parallel dazu gehen andere Gruppen, wie das Widerstands-Kollektiv, gegen SUVs vor, die sie als „Öl ins Feuer der Klimakatastrophe“ bezeichnen.
Der Artikel beleuchtet die verschiedenen Strategien der Protestbewegung in der aktuellen Hitzekrise und stellt die Aktionen von Guter Grund in Neukölln (Berlin) detailliert vor.
Guter Grund: Rotes Band und Gewinnmargen im Regal
Die Aktivist*innen von Guter Grund haben ihre Kampagne „Wassernotruf“ auf Berliner Supermärkte ausgeweitet. Laut taz sind auf Videos zu sehen, wie die Gruppe Getränkeregale mit rotem Absperrband überzieht und Zettel anbringt, die auf die Millionenprofite hinweisen, die Konzerne während der Wasserkrise erwirtschaften.
Die Aktionen fanden am Dienstag und Mittwoch in Neukölln statt. Bereits am ersten Augustwochenende hatten ähnliche Proteste zur Festnahme mehrerer Aktivist*innen durch die Polizei geführt. Dennoch setzen Guter Grund ihre Arbeit fort, wobei der Fokus auf der direkten Konfrontation mit dem Konsumentenverhalten und der kommerziellen Verwertung von Wasser liegt.
Der Kontext: SUV-Proteste und politische Forderung
Neben den Supermarkt-Aktionen thematisiert der Artikel auch andere Formen des Widerstands. Das Widerstands-Kollektiv, eine Nachfolgeaktion der Letzten Generation, legte in der Nacht auf Mittwoch in Charlottenburg etwa 20 SUVs still. Dabei wurden Reifen mit gefrorenen Erbsen entlüftet, um die Fahrzeuge zu immobilisieren.
Die Begründung der Aktivist*innen: SUVs würden aufgrund ihres hohen Verbrauchs das Klima zusätzlich belasten und im städtischen Raum unnötig viel Platz einnehmen. Eine Forderung lautet, diese Flächen zu entsiegeln und mit Bäumen zu bepflanzen, um die Städte zu kühlen und die Luftqualität zu verbessern.
Stimmen aus der Bewegung
Leonie Ehlerding von der Initiative Guter Grund wird im Kontext der Diskussion um Wasser und Klimagerechtigkeit erwähnt. Die Kritik richtet sich klar gegen die Diskrepanz zwischen der öffentlichen Aufrufung zum Sparen und den ungehinderten Entnahmen durch Industrie und Konzerne.
Die taz fasst die Stimmung zusammen: Das Land ächzt unter der Hitze, die Landwirtschaft rechnet mit Ernteausfällen, doch die politischen Antworten scheinen unzureichend. Initiativen wie Guter Grund versuchen daher, die Krise direkt in den Alltagsorten – dem Supermarkt – sichtbar zu machen.
Zentrale Punkte des Artikels
- Zielgruppe: Konzerne, die Profite mit Wasser in der Dürrekrisen erzielen (u.a. Red Bull, Aldi, Adelholzener).
- Protestmittel: Rotes Absperrband, Zettel mit Gewinnangaben, Ad-Busting, Trauerfeiern.
- Hintergrund: Extrem heißer Sommer 2026, niedrige Grundwasserstände, Ernteausfälle.
- Parallelaktionen: Stilllegung von SUVs durch das Widerstands-Kollektiv.
- Reaktion: Einige Kund*innen lassen sich aufklären, andere sind überrascht; Polizei greift bei wiederholten Aktionen ein.
Ausblick
Die Bewegung von Guter Grund plant, die Aktionen in den kommenden Tagen fortzusetzen. Die Forderung bleibt unverändert: Faire Bezahlung der Wasserentnahmen, transparente Verträge und aktuelle Gutachten als Grundlage für Genehmigungen.
Die taz betont, dass trotz der scheinbaren Ruhe auf den Straßen die Protestkultur lebendig bleibt – nur eben anders, direkter und oft im Kleinen.
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Hinweis: Dieser Pressespiegel fasst den Bericht der taz zusammen und stellt die Perspektive von Guter Grund dar. Für aktuelle Updates zu unseren Aktionen folgen Sie uns auf Instagram @gutergrund.wasser oder besuchen Sie unsere Webseite.

