Wasser – ein Menschenrechtsverstoß in Konzernhänden?

Eine Zusammenfassung des DGS-Newsletter-Artikels von Heinz Wraneschitz (Januar 2026)
 
 Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. | www.dgs.de/newsletter/wasser-ein-menschenrecht/


📌 Im Überblick

Während die UN-Wasserkonferenz Wasser als Menschenrecht bestätigt hat, wird das wichtigste Lebensmittel weltweit zu einem Spekulationsobjekt großer Konzerne. Dieser Artikel beleuchtet den Konflikt zwischen öffentlichem Interesse und wirtschaftlichen Interessen – am Beispiel konkreter Fälle in Deutschland: der Ahr-Quellsituation nach dem Hochwasser 2021 bis hin zur Übernahme des Grundversorgers Altmühltal durch Aldi Nord im fränkischen Treuchtlingen.

🎯 Kernbotschaften

Wasser ist Leben – und in Gefahr

• Überlebenszeit: Etwa 3 Tage ohne Trinkwasser bereits bei moderaten Temperaturen (Claude Piantadosi, Duke University)
 
 • Erde bedeckt: 71 % sind von Wasser überzogen, doch die Nutzbarkeit nimmt rapide ab

Der Ausverkauf natürlicher Ressourcen

Uwe Ritzer (SZ-Investigativjournalist) dokumentiert in seinem Buch „Der Ausverkauf – Wasser, Boden, Rohstoffe“ , wie Konzerne weltweit Trinkwasserrechte an sich reißen:
 
 • Beispiele: Nestlé ( weltmarktführer für Flaschenwasser), Glencore (Rohstoffkoncern mit Bergbau-Problemen)
 
 • Problematik: Grund und Boden unter Wasservorkommen werden zunehmend privatisiert – wichtig für Zukunftstechnologien der erneuerbaren Energiewirtschaft


🔍 Systemische Probleme der Überwachung

Betriebsgeheimnisse als Hindernis

• Verträge zwischen Staat und Unternehmen sind nicht öffentlich | • Firmen erstellen eigene Gutachten anstatt dass Behörden dies beauftragen
 
 • Keine Forderung nach Aktualität von Gutachten (z. B.: RedBull in Brandenburg fördert auf Basis einer Studie aus 2006)

Finanzierungsprobleme

Jutta Paulus (* Europa-Abgeordnete*): „Irgendwann ist die Firma insolvent – Haftung entlassen.“ → Die Kosten fallen uns allen zur Steuerlast.
 
 Diagnose: „Wasserbankrott“ – Wir entnehmen mehr, als wieder nachfließt


🌍 Klimawandel verschärft Krise

• Verdunstung: Seit Jahrtausend gehen jährlich durchschnittlich 760 Mio. Tonnen Wasser verloren (etwa ein Drittel vom Bodensee)
 
 • Grundwasserneubildungs: rate hat sich in vielen Regionen deutlich verringert – nicht nachhaltig nach dem Wasserhaushaltsgesetz

💪 Initiativen gegen den Ausverkauf

Viva con Agua e.V.

Weltweit aktiv: Wenn Nina Manzi (Südafrika) Obdachlosen Würde zurückgibt → wichtig, aber zu wenig.
 
 • Ziel: Bis 2030 für jeden Menschen Zugang zu sauberem Wasser ermöglichen – laut UN-Nachhaltigkeitsziel SDG

Petition: „Wasser für alle statt Profite für Wenige!„

• Forderung: Konzerne, die verschmutzen → müssen zahlen (nicht Bürger!)
 
 • Ansatzpunkt für lokalen Widerstand und Bewusstseinsbildung


📣 Fazit & Handlungsaufforderungen

„Wenn jede:r etwas mehr dazu beiträgt…“

  1. Lokale Initiativen stärken
  2. Petitionen unterschreiben
  3. Bewusstsein für Wasser als Grundrecht schärfen
  4. Politik fordern: Transparente Förderkontrollen – keine Betriebsgeheimnisse

🔗 Quellen & weiterführende Links

• Uwe Ritzer: „Der Ausverkauf“ bei Penguin (ISBN 9783328604068)
 
 • Viva con Agua e.V.: https://vivaconagua.org/
 
 • Petition: Wasser für alle statt Profite -> https://actionnetwork.org/petitions/wasser-für-alle-statt-profite-für-wenige


Autor: Heinz Wraneschitz (Bildtext)
 
DGS-Magazin „Sonnenenergie“, Januar 2026

Foto
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Wasser ist Leben – und in Gefahr.
Heinz Wraneschitz

Zitierhinweis für Pressespiegel:
 
Wraneschitz, H.: Wasser – ein Menschenrecht. In: DGS Newsletter, Jan. 2026. Verfügbar unter dgs.de/newsletter/wasser-ein-menschenrecht/

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