Wassernotruf 19.08.2026

Wasserkrise – Aktionen in Berliner Supermärkten

Veröffentlicht am: 20. August 2026
Quelle: Neues Deutschland (nd-aktuell.de)
Autor: Louisa Theresa Braun
Titel des Originals: „Aktionen in Berliner Supermärkten: Gegen Aldi-Wasser und Red Bull“


Zusammenfassung

Die Umweltgruppe Guter Grund rückt in ihrer Kampagne „Wassernotruf“ gezielt Getränkekonzerne ins Visier, die ihrer Meinung nach Grundwasser in großem Stil ausbeuten. In einer Serie kreativer Aktionen in Berliner Supermärkten – unter anderem bei Aldi Nord – machten Aktivist*innen mit Trauerfeiern, Bademänteln und Ad-Busting auf die Diskrepanz zwischen dem Aufruf zum Wassersparen der Bevölkerung und den ungehinderten Entnahmen durch Konzerne aufmerksam.

Der Artikel im Neues Deutschland (nd) beschreibt detailliert, wie vier Aktivist*innen am 19. August 2026 in einem Aldi-Markt in Neukölln (Karl-Marx-Straße) vor den Regalen mit der Eigenmarke Quellbrunn sowie Produkten von Red Bull und Adelholzener protestierten.

Die Aktion im Detail

Die Protestform war bewusst emotional und symbolisch aufgeladen:

  • Trauerfeier: Vier Aktivist*innen legten rote Rosen und eine Grabkerze auf einen Stapel in Plastikfolie eingeschweißter Wasserflaschen. Drei hielten ein Schild mit der Aufschrift: „Wir trauern um Wasser – Konzerne machen Profit“.
  • Trauerrede: Leonie Ehlerding, Pressesprecherin von Guter Grund, hielt eine Rede auf das „sterbende Grundwasser“. Sie kritisierte, dass Bürger*innen zum Sparen aufgefordert würden, während Konzerne ihre Lebensgrundlage abpumpen und damit Gewinne erwirtschafteten.
  • Ad-Busting & Sticker: Im zweiten Teil der Aktion ging es noch weiter: Statt nur Blumen wurden Plakate und Sticker auf Flaschen und Preisschilder geklebt. Slogans wie „Einfach Wasser abgraben. Mehr Dürre“ oder „Redbull verscherbelt dein Wasser. Eiskalt“ sollten die Kommerzialisierung des Wassers sichtbar machen.
  • Symbolischer Wert: Ehlerding bemerkte dazu: „Genau genommen werten wir die Produkte damit auf, weil unsere Sticker teurer waren als das Wasser“. Zudem wurde rot-weißes Flatterband zwischen den Wasserstapeln gespannt und Flyer mit den Forderungen ausgelegt.

Zentrale Forderungen und Kritikpunkte

Der nd-Artikel greift die Kernkritik von Guter Grund auf, die in der Aktion deutlich wurde:

  1. Preisgefälle: Aldi Nord zahle angeblich nur 0,01 Cent pro Liter Wasser, verkaufe die 1,5-Liter-Flasche Quellbrunn jedoch für 29 Cent – ein Unterschied von fast dem 2000-Fachen.
  2. Ungleiche Belastung: Während die Bevölkerung zum Sparen aufgefordert wird, dürfen Konzerne weiterhin Millionen Kubikmeter Grundwasser entnehmen.
  3. Forderungen:
    • Faire Bezahlung der industriellen Wasserentnahme.
    • Genehmigungen nur auf Basis aktueller und unabhängiger Gutachten.
    • Vollständige Offenlegung aller Verträge zwischen Gemeinden und Getränkekonzernen.

Reaktionen und Ausblick

Einige Kundinnen zeigten sich überrascht, andere ließen sich gerne aufklären. Die Aktivistinnen betonen, dass die Trauer nur der Anfang sei: „Von Trauer zu Wut zu Widerstand: Wir sind Guter Grund und lassen aus gutem Grund nicht zu, dass unsere Lebensgrundlage verscherbelt wird.“

Die Kampagne „Wassernotruf“ wird in den kommenden Tagen und Wochen in weiteren Supermärkten und Regionen fortgesetzt. Guter Grund ruft alle Interessierten auf, die Aktionen zu unterstützen, zu teilen und sich an der Diskussion um eine gerechte Wasserverteilung zu beteiligen.


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Hinweis: Dieser Pressespiegel fasst den Bericht des nd zusammen und spiegelt die Perspektive von Guter Grund wider. Für aktuelle Updates zu unseren Aktionen folgen Sie uns auf Instagram @gutergrund.wasser oder besuchen Sie unsere Webseite.

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