Die Initiative „Guter Grund“ warnt angesichts der aktuellen Waldbrände im Raum Laubau vor langfristigen Folgen für das Trinkwasser in der Region Traunstein.
Die betroffenen Gebiete liegen unmittelbar an wichtigen Wasserschutzgebieten. Aus der Laubau werden unter anderem Traunstein, Siegsdorf und Inzell mit Trinkwasser versorgt. Waldbrände gefährden dabei nicht nur den Wald selbst: Durch verbrannte Böden, Asche und Schadstoffeinträge können Belastungen ins Grundwasser gelangen – laut wissenschaftlichen Untersuchungen teilweise noch Jahre nach dem eigentlichen Brandereignis.
Gleichzeitig verschärft die Klimakrise die Situation zusätzlich. Bereits heute ist die Grundwasserneubildung in vielen Regionen rückläufig. Wenn Wälder austrocknen und Böden ihre Speicherfähigkeit verlieren, gerät unsere Trinkwasserversorgung zunehmend unter Druck.
Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein wird das Löschwasser aktuell aus Hydranten sowie aus Seen der Region entnommen. Die Feuerwehren leisten dabei unter schwierigen Bedingungen wichtige Arbeit zum Schutz von Menschen, Infrastruktur und Natur.
Der Brand zeigt jedoch auch einen grundlegenden politischen Konflikt: Während die öffentliche Trinkwasserversorgung in Krisensituationen abgesichert werden muss, wird Wasser gleichzeitig weiterhin industriell genutzt und privatisiert. Unternehmen wie Adelholzener entnehmen große Mengen Wasser aus der Region, während Bürger*innen und Kommunen langfristig die Risiken von Wasserknappheit und Belastungen tragen.
Für uns ist klar:
Wasser darf nicht vorrangig nach wirtschaftlichen Interessen verwaltet werden. Gerade in Zeiten von Dürre, Waldbränden und zunehmenden Extremwetterereignissen braucht es demokratische Kontrolle, Transparenz und eine öffentliche Sicherung unserer Wasserressourcen.
Die aktuellen Ereignisse machen deutlich:
Wasser ist keine Ware, sondern Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und ein Menschenrecht.










